Das deutsche Wahlrecht ist eine Mischung aus Merheits- und Verhältniswahlrecht die oft als personalisierte Verhältniswahl bezeichnet wird. Im wesentlichen wird die Zusammensetzung des Parlaments dabei durch Stimmen für Parteien bestimmt (Zweitstimme bei der Bundestagswahl). Zusätzlich wird aber in jedem Wahlkreis ein Direktkandidat bestimmt, der ein Mandat im jeweiligen Parlament erhält. Diese Direktmandate werden nun mit den der jeweiligen Partei zustehenden Mandate verrechnet. Hat eine Partei aber mehr Direktmandate errungen als dieser Partei eigentlich an Stimmen zustehen, dann wird das Parlament um die Anzahl der ‚überhängenden‘ Sitze vergrößert. Diese zusätzlichen Sitze bezeichnet man als Überhangmandate.