Direkte Demokratie bedeutet die direkte Entscheidung des Volkes in konkreten Fragen. Das bedeutet, dass Gesetzesentwürfe nicht vom Parlament sondern vom Volk in einer Volksabstimmung beschlossen werden. Oft werden direktdemokratische Elemente als Ergänzung zur parlamentarischen Demokratie verwendet.

In der dreistufigen Volksgesetzgebung wird dabei ein außerparlamentarischer Gesetzesvorschlag durch Sammlung einer bestimmten Zahl Unterschriften als Volksinitiative dem Parlament zur Diskussion vorgelegt. Eine erfolgreiche Volksinitiative ist auch Vorraussetzung ein Volksbegehren zu der Frage durchzuführen. Das Volksbegehren ist eine weitere Stimmensammlung, die bei Erreichen eines Schwellwertes die Zulassung zum Volksentscheid bedingt. Im Volksentscheid selbst wird an einem Termin die Frage den Bürgen zur Entscheidung vorgelegt und das Ergebnis ist bindend.

Neben der dreistufigen Volksgesetzgebung können auch andere Varianten zu einem Volksentscheid führen. So kann festgelegt sein, dass das Parlament Gesetzesvorschläge an das Volk zur Entscheidung delegiert. Ein fakultatives Referendum wiederum ist eine Variante, bei der ein vom Parlament neu beschlossenes Gesetz durch Sammlung einer ausreichenden Zahl Stimmen innerhalb einer Frist in einem Volksentscheid entschieden wird.

In Deutschland finden sich verschiedene Varianten der direkten Demokratie auf Ebene der Bundesländer. Auf Ebene des Bundes jedoch sind bisher keine Elemente direkter Demokratie realisiert.