Archiv der Kategorie 'Urheberrecht'

Raublöscher bei der GVU

Die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) nimmt seine Aufgabe ernst und lässt von der Videoplattform Vimeo Videos löschen. Dies berichtet Netzpolitik gleich zweimal. Dumm nur, dass die Videos ‚Du bist Terrorist‘ von Alexander Lehmann und die vier betroffenen Folgen des elektrischen Reporters von Mario Sixtus unter einer Creative Commons Lizenz stehen und ganz legal auf Vimeo veröffentlicht waren.

Interessanterweise ist die GVU auf der Jagd nach Raubkopierern dabei selbst zum Raublöscher geworden. Immerhin wurden die Urheber bestohlen (um ihr Veröffentlichungsrecht) und dies unter Androhung von juristischen Konsequenzen. Die GVU muss sich dabei fälschlicherweise als im Besitz der Urheberrechte ausgegeben haben, anders können sie wohl die Löschung nicht angeordnet haben. Dieses widerrechtliche Verhalten könnte durchaus juristische Folgen für die GVU haben.

Free! Music! Contest 2010

Um Musik unter Creative-Commons-Lizenzen bekannter zu machen veranstaltet der Verein Musikpiraten den Free! Music! Contest. Bei diesem Wettbewerb können Musiker ihre Musikstücke unter freien Lizenzen einreichen. Die besten Stücke erscheinen anschließend auf einem eigens dafür erstellten Sampler veröffentlicht.

Um Remixes zu fördern gibt es Bonuspunkte für die Einreichung einzelner Spuren. Ebenso wird die Einreichung eines Videos belohnt. Der 31.07. ist der Einsendeschluß für teilnehmende Stücke, Remixes haben Zeit bis zum 22.08. 2010.

Auch ohne die Produktion von Musik könnt ihr den Wettbewerb unterstützen. Die Musikpiraten bitten um Blogbeiträge, Tweets und Spenden.

Inhalte unter Creative-Commons verbreiten

Leander Wattig schreibt in einem sehr lesenswerten Blogbeitrag über die größere Reichweite von Inhalten dank einer freieren Lizenz wie Creative Commons.

Creative Commons stellt einen Lizenzbaukasten dar, mit dem man eine eigene Lizenz für seine Inhalte zusammenstellt. Allen CC-Lizenzen gemeinsam ist, dass man die Inhalte nichtkommerziell frei kopieren darf.

Wattigs Argumentation ist, dass eine freie Lizensierung der Verbreitung der eigenen Inhalte förderlich ist. Wählt man zudem eine bekannte Lizenz – so wie eine Creative-Commons-Lizenz – dann wissen viele potentielle Nutzer und Weiterverbreiter bereits über die Bedingungen Bescheid. Eine solche Lizenzwahl kann daher eine gute Entscheidung sein.

Übrigens stehen die Texte in diesem Blog unter CC-Lizenz.

ACTA-Text wird veröffentlicht

Ganz kurz: Die EFF schreibt, dass der ACTA-Text am Mittwoch (21. April) veröffentlicht werden soll.

(via Golem und Gulli)

Copyright and wrong

Im Economist gibt es einen kurzen Artikel, der sich für ausgeglicheneres Copyright ausspricht. Insbesondere überlange Schutzzeiträume werden darin verurteilt.

(via Netzpolitik)