Geringe Wahlbeteiligung in Hamburg

Heute wurde in Hamburg gewählt. Inzwischen liegen Ergebnisse vor. Danach gewinnt die SPD deutlich mit 48,9% der abgegebenen gültigen Stimmen die Wahl, während die CDU mit 21,9% ihr Wahlergebnis von 2008 nahezu halbiert. Die GAL hat 11,2% und konnte damit im Gegensatz zu den Erwartungen kaum zulegen. DIE FDP schafft mit 6,6% nun den Einzug in die Hamburger Bürgerschaft und überholt sogar die Linke, die mit 6,4% nahezu stabil bleibt. Unter den „anderen“ schneidet die Piratenpartei mit 2,1% am Besten ab.

Aufgrund des geänderten Wahlsystems sind die absoluten Zahlen der Stimmen nicht vergleichbar mit der Wahl 2008, jeder Wähler hatte mehrere Stimmen. Dieses neue Wahlsystem hat anscheinend für mehr Verwirrung gestiftet, es gab mit 23.759 eine deutlich gestiegene Anzahl an ungültigen Stimmzetteln (2008: 7712). Dabei gab es weniger Wähler, dieses Jahr waren es nur 715.638, im Jahr 2008 noch 785.243. Dieser Rückgang ist umso schlimmer, da die Zahl der Wahlberechtigten sogar gestiegen ist. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei nur 57,0%, 2008 waren es noch 63,5%. Inwiefern das kompliziertere Wahlsystem oder allgemeine Politikunlust dafür verantwortlich sind ist unklar. So oder so ist diese Entwicklung aber beunruhigend.